Über mich

Technik hat mich schon immer fasziniert. Ich wolle immer wissen, wie etwas funktionierte – und es dann nutzen; von Fischer-Technik bis zum iPhone. Und ganz nebenbei lernte ich dabei auch zu interagieren, programmieren und kommunizieren. Mit 13 habe ich mir eines der ersten iPhones aus den USA bringen lassen. In Deutschland gab es sie noch gar nicht. Ich crackte das Gerät, um damit auch in Deutschland telefonieren zu können. Und dann berichtete ich darüber in meinem Podcast.

Der Rest ist Geschichte: Der Podcast ist noch immer einer der erfolgreichsten in Deutschland, andere aus der Kommunikationsbranche wurden auf mich aufmerksam, luden mich ein, mein Wissen zu teilen. Heute halte ich an zwei bis drei Tagen jede Woche einen Vortrag vor Unternehmern, Marketing- oder Personalleitern oder Organisationen, die die neue Welt verstehen lernen wollen.

Bis letztes Jahr habe ich noch bei meinen Eltern in Burgau gelebt. Die waren nicht immer so begeistert von meiner Technikliebe wie heute. Die erste Internetverbindung, das W-LAN, musste ich mir hart erkämpfen – und mich dabei auch oft genug an den Regeln im Hause Riederle vorbeimogeln (sorry, Ma und Pa, aber ich war jung und brauchte die Technik, und danke, Opa, dass Du mir dabei geholfen hast.) Meine erste Einladung zur Cebit habe ich erste einmal verschwiegen, doch genau mit der kam der Umschwung:

Meine Eltern sagten nur: „Da fährst Du hin. Davon hast Du doch schon immer geträumt.“ Inzwischen sind sie also sehr viel entspannter und unterstützten mich, wo immer sie konnten: so lange meine schulischen Leistungen nicht litten und ich nicht mit langen fettigen Haaren jedem sozialen Kontakt aus dem Weg gehe, habe ich (im Rahmen des rechtlich möglichen) freie Hand.

Sie haben inzwischen verstanden, dass die Generation Y zwar ganz anders agiert und kommuniziert, aber auch ganz normal ist, Freundschaften pflegt, lebt, liebt, lacht und rebelliert. A propos Eltern: Meine schwäbische Heimat Burgau liebe ich genauso wie meinen Geburtsort München. Sie haben sicher ihre Spuren hinterlassen. Im globalen Dorf aber verwischen sie: Moskau und New York liegen direkt neben Burgau, das Museum of Modern Art kann ich genauso besuchen wie das Ulmer Münster.

„Nebenbei“ habe ich seit 2013 mein Abitur in der Tasche. Wohin es mich jetzt im globalen Dorf, zwischen Burgau und New York, verschlagen hat? Nach Friedrichshafen, an den Bodensee! Gar nicht so weit weg. Dort studiere ich jetzt: „Soziologie, Politik und Ökonomie“ an der Zeppelin Universität.